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Stammbaum-Vorlage: Ausdrucken oder digital?

· 5 Min. Lesezeit

Wer mit dem Stammbaum anfängt, sucht oft zuerst nach einer Vorlage zum Ausdrucken: ein Blatt mit Kästchen, in das man Namen und Daten einträgt. Das ist ein guter Start – stößt aber schnell an Grenzen, sobald die Familie größer wird oder neue Informationen auftauchen.

In diesem Artikel vergleichen wir ehrlich die drei gängigen Wege – Papiervorlage, Tabelle und Stammbaum-App –, zeigen, welche Vorlage für wie viele Generationen passt, und erklären, wie du am Ende trotzdem einen schönen Ausdruck bekommst.

Welche Arten von Stammbaum-Vorlagen gibt es?

  • Ahnentafel: Du stehst unten (oder links), darüber Eltern, Großeltern, Urgroßeltern. Sehr übersichtlich, weil jede Generation genau doppelt so viele Felder hat.
  • Nachkommentafel: Ein Ahnenpaar steht oben, darunter alle Kinder, Enkel und Urenkel. Die Breite hängt davon ab, wie kinderreich die Familie ist.
  • Baum-Motiv: Die klassische Darstellung mit Stamm und Ästen. Hübsch als Wandbild oder Geschenk, aber meist nur für wenige Personen geeignet.
  • Fächer- oder Kreisdiagramm: Vorfahren im Halbkreis um eine Person. Platzsparend für viele Generationen, aber schwer lesbar für Details.

Wie viele Generationen passen auf ein Blatt?

Bei einer Ahnentafel lässt sich das leicht ausrechnen: Mit jeder Generation verdoppelt sich die Zahl der Vorfahren.

  • 3 Generationen (du, Eltern, Großeltern): 7 Personen – passt bequem auf A4.
  • 4 Generationen (bis Urgroßeltern): 15 Personen – A4 quer geht noch, mit wenig Platz pro Kästchen.
  • 5 Generationen: 31 Personen – hier wird A3 sinnvoll.
  • 6 Generationen: 63 Personen – A3 quer oder größer, und nur mit knappen Angaben.

Bei Nachkommentafeln hängt es von der Zahl der Kinder ab. Faustregel: Wenn eine Generation mehr als etwa zehn Personen hat, wird A4 eng.

Die Papiervorlage: Vor- und Nachteile

Eine ausgedruckte Vorlage hat echte Vorteile: Sie ist sofort einsatzbereit, braucht keine Technik und eignet sich wunderbar, um mit den Großeltern am Küchentisch zu sitzen und gemeinsam Lücken zu füllen.

Die Nachteile zeigen sich mit der Zeit:

  • Korrekturen und Ergänzungen machen das Blatt unübersichtlich.
  • Der Platz ist vorgegeben – eine zweite Ehe oder Halbgeschwister passen oft nicht ins Schema.
  • Es gibt nur ein Exemplar. Wer in einer anderen Stadt wohnt, kann nicht mitmachen.
  • Fotos, Geschichten und Quellen haben keinen Platz.

Tipp für die Papiervorlage

Fülle die Vorlage zuerst mit Bleistift aus und übertrage sie erst mit Tinte, wenn die Angaben geprüft sind. Und fotografiere den Zwischenstand – falls das Blatt verloren geht.

Die Tabelle: flexibel, aber nicht anschaulich

Manche starten mit einer Tabellenkalkulation: eine Zeile pro Person, Spalten für Name, Geburtsdatum, Eltern. Das ist flexibel und gut durchsuchbar. Ein Baum wird daraus aber nicht von allein – Beziehungen über mehrere Generationen sind in einer Tabelle schwer zu überblicken, und spätestens beim Ausdrucken fehlt die Baumform.

Digital mit Stammbaum-App oder -Programm

Ein Stammbaum-Programm oder eine App ordnet die Personen automatisch an. Du trägst nur ein, wer mit wem verwandt ist; der Baum ergibt sich daraus. Weitere Vorteile:

  • Ergänzen und Korrigieren jederzeit, ohne neu zu zeichnen
  • Platz für Fotos, Geschichten, Dokumente und Notizen
  • mehrere Familienmitglieder können gemeinsam arbeiten
  • Export in das Standardformat GEDCOM, damit die Daten nicht an ein Programm gebunden sind

Der Nachteil: Man muss sich einmal einarbeiten, und manche Angebote sind kostenpflichtig oder öffentlich einsehbar. Achte darauf, wo die Daten gespeichert werden und wer sie sehen kann – besonders bei lebenden Personen. Wenn du bereits in einem anderen Programm angefangen hast, kannst du deine Daten meist per GEDCOM mitnehmen; mehr dazu in GEDCOM-Datei öffnen und importieren.

Was sollte auf einem gedruckten Stammbaum stehen?

Auf Papier ist der Platz begrenzt. Weniger ist hier mehr – ein überladener Ausdruck ist schwer lesbar. Bewährt haben sich:

  • Pflicht: Vor- und Nachname, bei verheirateten Personen auch der Geburtsname
  • Sinnvoll: Geburts- und Sterbejahr (das genaue Datum nur, wenn Platz ist)
  • Optional: Geburtsort, ein kleines Porträtfoto, Heiratsjahr an der Verbindungslinie

Ausführliche Lebensläufe, Geschichten und Fotos gehören besser in ein separates Familienbuch oder eine Chronik, auf die der Stammbaum als Übersicht verweist. Wenn der Ausdruck verschenkt oder an der Wand aufgehängt wird, lohnt sich außerdem eine Überschrift mit Familienname und Stand („Familie Becker, Stand Weihnachten 2026“) – so weiß man auch Jahre später, wie aktuell er war.

Das Beste aus beiden Welten: digital pflegen, schön ausdrucken

Für die meisten Familien ist die Kombination am sinnvollsten: Den Stammbaum digital pflegen, wo er wachsen kann – und bei Bedarf einen aktuellen Ausdruck erzeugen, etwa als Geschenk, für ein Familientreffen oder als Beilage zu einer Familienchronik.

So druckst du im Familienstammbaum

  1. Öffne in deiner Familie die Druckansicht.
  2. Wähle eine Person als Ausgangspunkt und die Richtung: Nachkommen oder Vorfahren.
  3. Lege fest, wie viele Generationen gezeigt werden (2 bis 6).
  4. Wähle Papierformat (A4 oder A3) und Ausrichtung (hoch oder quer).
  5. Drucke über den Druckdialog des Browsers – dort kannst du auch „Als PDF speichern“ wählen.

Statt des Baums kannst du auch ein Familienbuch drucken: eine Seite pro Person mit Fotos, Geschichten und Rezepten. Das Drucken und der PDF-Export sind bei uns in allen Tarifen enthalten, auch im Gratis-Tarif.

Noch keinen Stammbaum?

Leg ihn in wenigen Minuten an – gratis bis 10 Personen. Wie du am besten anfängst, steht in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Häufige Fragen

Welches Papierformat brauche ich für einen Stammbaum?
Für drei bis vier Generationen reicht A4, ab fünf Generationen ist A3 sinnvoll. Querformat bietet mehr Platz nebeneinander, Hochformat eignet sich für schmale, tiefe Bäume.
Kann ich einen digitalen Stammbaum als PDF speichern?
Ja. Im Familienstammbaum öffnest du die Druckansicht, wählst Ausschnitt, Format und Generationen und speicherst über den Druckdialog des Browsers als PDF.
Ist eine Papiervorlage oder eine App besser?
Für einen schnellen Start oder ein Gespräch mit den Großeltern ist Papier ideal. Sobald der Stammbaum wachsen soll oder mehrere mithelfen, ist digital praktischer. Viele kombinieren beides.
Wie viele Personen hat ein Stammbaum mit fünf Generationen?
Eine reine Ahnentafel über fünf Generationen hat 31 Personen: du, 2 Eltern, 4 Großeltern, 8 Urgroßeltern und 16 Ururgroßeltern.